Mit branchenspezifischen Zahlen beginnen
Erfassen Sie fällige Zahlungen, realistische Einzahlungen und wesentliche Verträge. Bewerten Sie besonders: Materialbestand, Energiebedarf und lange Produktionszyklen. Trennen Sie betriebliche Entscheidungen von Fragen, für die eine befugte Rechts- oder Steuerberatung benötigt wird.
Gut vorbereitet ins Gespräch
- Originalunterlagen und relevante Termine bereithalten.
- Unklare Angaben als offene Frage kennzeichnen.
- Leistungsumfang und fachliche Zuständigkeit vor einer Beauftragung klären.
Material gekauft, Auftrag fertig – Zahlung noch offen
Produktion bindet Geld in Material, unfertigen Erzeugnissen und Lagerbestand. Ein Auftrag kann gut kalkuliert sein und trotzdem einen Engpass verursachen, wenn Ausschuss, Nacharbeit oder spätere Abnahme dazukommen. Beispiel: Eine Maschine steht still, während Material schon bezahlt und die Lieferung fest eingeplant ist. Betrachten Sie deshalb Auftragsertrag, Produktionsfähigkeit und Geldfluss getrennt.
Vom Lagerbestand zum nachvollziehbaren Geldbedarf
Eine belastbare Bestandsaufnahme verbindet die offenen Aufträge mit den tatsächlich nötigen Beschaffungen. Schreiben Sie Unsicherheiten ausdrücklich auf, statt jede geplante Lieferung als sicheren Zahlungseingang einzutragen.
- Materialbestände nach kurzfristiger Verwendbarkeit und gebundenem Geld ordnen.
- Unfertige Aufträge samt Restaufwand und Abnahmetermin erfassen.
- Engpassmaschinen, Wartungen und alternative Fertigungsmöglichkeiten markieren.
- Nacharbeit, Ausschuss und Reklamationen je Auftrag nachvollziehen.
- Lieferantentermine mit zugesagten Kundenzahlungen abgleichen.
- Zahlungsfähigkeit bei verspäteter Abnahme gesondert planen.
Ist ein großer Lagerbestand automatisch Sicherheit?
Nein. Entscheidend ist, ob die Waren für aktuelle Aufträge gebraucht werden, tatsächlich verkäuflich sind und rechtzeitig Geld freisetzen. Ein Bestand kann auch Mittel binden.
