Verstehen und vorbereiten

Prüfen Sie Auftraggeber, Forderungsgrund, bereits geleistete Zahlungen und einzelne Kostenpositionen. Unklare Forderungen werden nicht allein durch das Schreiben anerkannt.

Gut vorbereitet ins Gespräch

  • Originalunterlagen und relevante Termine bereithalten.
  • Unklare Angaben als offene Frage kennzeichnen.
  • Leistungsumfang und fachliche Zuständigkeit vor einer Beauftragung klären.

Zuerst den Vorgang zuordnen, dann die offenen Fragen sammeln

Ein Inkassoschreiben kann eine bekannte Rechnung, eine bereits teilweise bezahlte Position oder einen Ihnen unbekannten Vorgang betreffen. Vergleichen Sie deshalb ursprünglichen Vertrag, Rechnung, Zahlung und aktuelle Forderungsaufstellung. Beispiel: Eine Zahlung nach dem Datum der Aufstellung ist möglicherweise noch nicht enthalten. Daraus sollten Sie weder sofort die volle Richtigkeit noch die völlige Unbegründetheit der Forderung ableiten.

Diese Angaben helfen bei einer gezielten Prüfung

Bewahren Sie Schreiben und Anlagen auf. Gerichtliche Dokumente behandeln Sie getrennt; eine normale Inkassoantwort ersetzt keine erforderliche Reaktion gegenüber einem Gericht.

  • Ursprünglicher Gläubiger und genannter Forderungsgrund.
  • Hauptforderung und zusätzlich ausgewiesene Positionen.
  • Eigene Zahlungen mit Datum und Nachweis.
  • Bestehende Einwände, Vereinbarungen und gerichtliche Schreiben.
Ist ein Inkassobrief schon ein gerichtlicher Mahnbescheid?

Nein, die Dokumentarten sind zu unterscheiden. Prüfen Sie Absender und Überschrift und lassen Sie gerichtliche Post zeitnah anhand des vollständigen Dokuments einordnen.

Weiterführende Originalquellen · geprüft am 14.10.2026